Geschichte der Pernegger Dorfstub'n

In den Jahren 1636 bis 1643 wurde an unserem Standort erstmals eine Bäcker-Taverne urkundlich erwähnt. Zeugnis dieser Zeit sind die erhaltene Holzdecke sowie der massive Holztram mit der eingeschnitzten Jahreszahl 1643. Danach ist bis ins 20. Jahrhundert vieles unbekannt.

Anfang der 1900er Jahre ist das Gasthaus Anton & Anna Mutzbauer dokumentiert.

1910 wurde von den Wirtsleuten in der Frauenkirche ein Seitenfenster gespendet.

Mitte des 20. Jahrhunderts gab es in unmittelbarer Nähe zur Frauenkirche 4 Gasthäuser: Gh. Hofer, Gh. Reicher, Gh. Kraschitzer und Gh. Berghofer.

Das Gasthaus Berghofer war im heutigen Gebäude der "Pernegger Dorfstub'n" angesiedelt und hat Mitter der 1960er Jahre seine Pforten geschlossen.

Nach dem Zusperren fristete es als Vereinsheim sein Dasein, ein Jugendclub war eingemietet und im Obergeschoss waren Wohneinheiten vermietet. Die Substanz des Gebäudes wurde leider immer schlechter und schlechter.

Die umliegenden Gasthäuser haben im Laufe der Jahre ebenfalls zugesperrt, bis es plötzlich keinen Gastronomiebetrieb neben der Frauenkirche gab.

Anfang der 2000er Jahre gab es endlich wieder Hoffnung für das Gebäude und die Gäste.

Die Siedlungsgenossenschaft Ennstal hat eine Komplettsanierung durchgeführt und im Erdgeschoss einen Gastronomiebereich sowie einen Jugendraum geschaffen. Im Obergeschoss wurde ein Vereinsraum für die Gemeinde sowie mehrere Fremdenzimmer eingerichtet.

Anfangs war für kurze Zeit ein Dorfcafe als Filiale des Gh. Brunner-Premm aus Zlatten hier untergebracht.

Danach hat Franziska (Schlagbauer) Mader den Gastronomiebetrieb übernommen

und der Gaststube mit Möbeln des ehemaligen Gh. Reicher ein gemütliches Ambiente verschaffen.

Die "Dorfstubn zum Steir. Brauch" wurde von ihr 10 Jahre geführt, bis sie Ende 2016 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.

Maria Magdalena Kainbacher hat das mittlerweile als Dorfstubn bekannte Gasthaus 2017 übernommen und den Namen "Pernegger Dorfstub'n" verliehen.

Das gemütliche Flair der Gaststube ist erhalten geblieben und stellt einen beliebten Treffpunkt für einheimische Gäste sowie Touristen dar.

2018 wurde der Jugendraum nicht mehr benötigt. Daraus ist hofseitig ein Extrazimmer entstanden, wurde neu eingerichtet und bietet sich für Sitzungen und kleine Feiern an.